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Vision eines herrschaftsfreien Wirtschafts- und Gesellschaftssystem und einige Schritte dahin

(1. Überarbeitung)
Diese Aussagen entstammen nicht wissenschaftlichen Veröffentlichungen.


Entscheidungen über die Produktion entsprechend dieser Vision

Z.B. durch persönliche Gespräche, Weiterleitung von Informationen durch Dritte, aber auch eventuell mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln (Informationstechnik) kann festgestellt werden, wo ein noch nicht befriedigter Bedarf besteht. Jede Person kann sich entsprechend den eigenen Vorstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten heraussuchen, was sie davon als für sich sinnvoll und spaßmachend betrachtet. Da Menschen das Bedürfnis nach sinnvoller und spaßmachender Tätigkeit haben, versuchen alle, gesellschaftlich nützlich aktiv zu werden. Da die Menschen unterschiedlich sind, finden sich mit ziemlicher Sicherheit für jede notwendige Aufgabe geeignete Personen. Kleinere Aufgaben können von einer einzelnen Person erledigt werden, für größere finden sich mehrere interessierte Personen zusammen.

Diese Personen überlegen sich, wie sie die Aufgabe erfüllen und was sie dafür brauchen. Dies melden sie ihrerseits als Bedarf an. Gleichzeitig überlegen sie sich, wer durch ihre Handlung benachteiligt wird. Diese werden gefragt, ob sie gegen diese Tätigkeit etwas einzuwenden haben. Außerdem wird diese Tätigkeit auch in geeigneter Weise öffentlich bekannt gemacht. So können auf der einen Seite alle Personen, die das Ergebnis dieser Tätigkeit nutzen wollen, davon erfahren, dass sie dort ihre diesbezüglichen Bedürfnisse befriedigen können. Auf der anderen Seite können sich auch weitere von der Tätigkeit Betroffene melden. So kann gesichert werden, dass keine Person dadurch benachteiligt wird. Der Umfang der Mitteilung hängt natürlich stark vom Umfang der Tätigkeit ab. Insbesondere bei größeren Aktionen mit weitreichenden Folgen ist eine breite öffentliche Bekanntmachung notwendig.

Wenn jedoch eine Person auf Kosten anderer leben will, z.B. andere schädigt, entsteht ein Bedarf an Widerstand. Somit werden alle, die das für wichtig halten, versuchen, diese Person von ihrer schädlichen Handlung abzubringen. Da meist mehr Menschen durch eine schädliche Handlung benachteiligt werden, als von ihr profitieren, können bei einigermaßen gleicher Machtverteilung schädliche Handlungen im Allgemeinen verhindert werden. Dies gilt auch für den Versuch, Macht zu konzentrieren. D.h., viele passen auf, dass die Macht einigermaßen gleichmäßig verteilt ist und bleibt.

Auf diese Art werden in einem sich selbst organisierenden System die Bedürfnisse der Menschen optimal befriedigt. Gleichzeitig werden schädliche Handlungen und Machtkonzentrationen weitestgehend vermieden. Dies schafft ein Gefühl der Sicherheit. Dies stärkt die Bereitschaft, zum Wohle aller mitzuarbeiten. Motivation über materielle Güter ist dadurch nicht notwendig. Außerdem geht das dort auch nicht, da alle alles Notwendige bekommen.

Wenn es wirklich Tätigkeiten gibt, die notwendig sind, aber von nicht genügend Personen gern gemacht werden, gibt es mehrere Vorschläge, wie diese Tätigkeiten trotzdem erledigt werden können:
  1. In vielen Urgemeinschaften haben anerkanntere Personen und Personen mit größerem Einfluss die Pflicht, sich stärker als andere für die Gemeinschaft einzusetzen. Dies schließt ungeliebte Arbeiten mit ein. Das funktioniert.
  2. In vielen Kommunen (Wohngemeinschaften) werden ungeliebte Arbeiten reihum erledigt.
  3. Im Buch "Planet der Habenichtse" wird vorgeschlagen, dass ungeliebte bzw. zwar notwendige, aber für die tätige Person schädliche Arbeiten von Freiwilligen erledigt werden. Da alle die Notwendigkeit einsehen, gibt es stets genug Freiwillige.

Dieses Grundprinzip ermöglicht die unterschiedlichsten Lebensformen. Einige können naturnah leben, hauptsächlich auf persönlichen Austausch setzen, kaum Technik nutzen und nur entsprechende einfache Arbeiten verrichten. Andere können unter Nutzung geeigneter Technik weltweit miteinander kommunizieren und gemeinsame Projekte verwirklichen. Manche sind künstlerisch, andere handwerklich, andere wissenschaftlich aktiv. Sicher gibt es auch Menschen, die in all diesen Bereichen tätig sind. Wichtig ist dabei, dass alle entsprechend dem oben Beschriebenen aufeinander Rücksicht nehmen.

Einige erste Schritte dahin

Ein Verbraucher(innen)informationsgesetz verpflichtet sowohl den Staat als auch alle Betriebe, über die Eigenschaften eines Produkts und dessen Produktionsbedingungen Auskunft zu geben. Die Rechte von engagierten Bürger(inne)n und ihrer Organisationen werden gestärkt. So können sie stärker Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen nehmen. Z.B. wird die Regelung abgeschafft, das diejenigen, die eine Aktivität beschließen (z.B. Bau einer Autobahn oder einer Müllverbrennungsanlage) auch über die Einwendungen dagegen entscheiden. Planungszellen, Zukunftswerkstätten und Runde Tische bekommen mehr Einfluss. Betroffene erhalten schon im Vorfeld stärkere Einflussmöglichkeiten. Sie sollen sich nicht erst zu Wort melden dürfen, wenn eine Entscheidung schon fast gefallen ist. Insgesamt trägt dies zu einem Abbau von Herrschaft und zu einer gleichmäßigeren Machtverteilung bei.

Viele derjenigen, die von der gegenwärtigen Machtverteilung profitieren, werden natürlich alles versuchen, diese aufrecht zu erhalten. Gegen diese Bestrebungen ist breiter Widerstand notwendig.

Mittelfristige Perspektive

Durch die eben beschriebenen Maßnahmen tritt der Preis einer Ware und die Möglichkeit, sie mit Gewinn zu verkaufen, allmählich in den Hintergrund. Es entscheidet immer mehr die engagierte Bevölkerung, was unter welchen Bedingungen produziert wird. Sachliche Produktinformationen ersetzen die Werbung. Dies ermöglicht bewusste Entscheidungen für bestimmte Produkte. Auch sonstige Entscheidungen werden in immer stärkeren Umfang von den Betroffenen selbst und nicht mehr von den bisher Mächtigen getroffen. Dadurch wächst die Bereitschaft zur aktiven gesellschaftlichen Tätigkeit weiter.

Uwe
Einige Ergänzungen stehen unter Besprechung von Uwes Visionen.

Uwe
Haftungs Ausschluss

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