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Auswahl besprochener Themen

Diese Aussagen, wie auch die Aussagen in den meisten anderen Texten, sind das Ergebnis der Besprechungen in unserer AG Visionen. Sie entstammen nicht wissenschaftlichen Veröffentlichungen.


  • Sind Institutionen wichtig oder eher schädlich?
    • Sicher wird es Organisationsformen / Gruppen geben.
    • Ob sie über längerer Zeit stabil sind oder ständig wechseln, ist umstritten.
    • Es sollte zumindest die Möglichkeit bestehen, dass jederzeit ein Eintritt in die und ein Austritt aus der Organisationsform / Gruppe möglich ist.
    • Alle Organisationsformen / Gruppen unterliegen ständig der Kritik der Öffentlichkeit. Keine darf auch nur eine begrenzte Zeit Entscheidungen treffen, ohne dass diese durch die Öffentlichkeit kontrollierbar und beeinflussbar sind. Damit sind weder Lobbyarbeit noch folgenlose Äußerungen gemeint.
    • Außerdem ist keine Person verpflichtet, sich an Regeln zu halten, die sie nicht befürwortet (Teil des Konsensprinzips).
    • Ob die Organisationsformen / Gruppen Institutionen genannt werden oder nicht, ist dann nur ein Streit um Worte.
  • Organisationsprinzip der Irokesen, z.B.
    • Versammlung der Frauen eines Dorfes mit Leiterin (für alle Fragen des Friedens zuständig)
    • Versammlung der Männer eines Dorfes mit Leiter (ist für Kriegzüge zuständig)
    • Leiterin ist angesehener als Leiter
    • gewählt wird, wer gut vermitteln kann und den gemeinsam erzielten Konsens vertritt
    • alle Personen können jederzeit von ihrer Funktion abgerufen werden
    • wohnen im Langhaus
    • Probleme werden am Feuer in der Mitte des Langhauses gemeinsam besprochen
    • erzielter Konsens wird durch jederzeit abwählbare Vertreter in den Stamm bzw. den Stammesverband getragen
  • Inwiefern sind Großprojekte verwirklichbar (z.B. Produktion von Kühlschränken, Waschmaschinen, Fernseher)?
    • Es muss ein gesellschaftlicher Bedarf bestehen.
    • Es muss umwelt- und sozialverträglich sein.
    • Wenn ein ausreichender Bedarf besteht, sind Leute motiviert, diesen Bedarf zu erfüllen. D.h., es finden sich voraussichtlich genügend Leute dafür.
    • Eine entsprechende Ausbildung ist natürlich auch erforderlich.
    • Organisationsprinzip ist aber analog zu den Kleingruppen.
  • Müssen Personen in Gruppen leben?
    • Nein, auch Einsiedelei, Eremitentum, allein Arbeitende (z.B. im Bereich Kunst und Wissenschaft) sind möglich.
    • Voraussetzung ist ein rücksichtsvolles Verhalten.
    • Selbstversorgung (bei ausreichenden Mitteln dafür) bzw. Versorgung durch unterstützende Personen ist erforderlich
    • Egoistisches, rücksichtsloses Verhalten ruft voraussichtlich starken Widerstand dagegen hervor und sollte sich so verhindern lassen.
  • Welche Rolle spielt die kulturelle Prägung?
    • Sicher beeinflusst sie das menschliche Verhalten.
    • Menschen können sie aber auch wechseln, wenn andere ihnen besser gefallen.
  • Wie erfolgt ein Austausch von Gütern und Verhandlungen?
    • gegenseitiges Schenken aus Hilfsbereitschaft, ohne dass auf Wertausgleich geachtet wird
    • gegenseitiges Beachten der Interessen
    • wie es technisch erfolgt, hängt von den akzeptierten technischen Hilfsmitteln ab
    • bei einander nahestehenden Personen funktioniert das jetzt schon
  • Vernunft als Voraussetzung?
    • Voraussetzung ist gegenseitige Rücksichtnahme, die Achtung der Bedürfnisse anderer Personen
    • dies kann von der Vernunft her geschehen, aber auch aus dem Gefühl herkommen
    • zumindest in der deutschen Aufklärung wurde Vernunft mit abstraktem Denken in enger Verbindung gebracht
    • biologische Vorgänge, einschließlich des Gefühls, wurden dadurch abgewertet
  • biologische Grundlagen für Entscheidung zwischen Solidarität und Egoismus:
    • erfolgreichere Eigenschaften werden stärker weitergegeben als weniger erfolgreichere
    • deshalb zuerst eigenes Überleben gesichert
    • Kooperation ist erfolgreicher als gnadenloser Konkurrenzkampf (spart Energie, erhöht Sicherheit, erweitert Möglichkeiten)
    • 1.Mal bei der Entstehung der Mehrzeller verwirklicht
    • höhere Tiere leben hauptsächlich in Gruppen
    • Mensch ist sozial orientiert (z.B. Mitleid, Freude am Helfen)
    • in Extremsituationen kann auch der biologisch ältere Überlebenstrieb die Oberhand gewinnen
  • mögliche Ursachen für die Entstehung von Herrschaft:
    • persönliche Aneignung von Mehrprodukt
    • Versuch, Reichtumsunterschiede gewaltsam bzw. durch wirtschaftlichen Druck zu sichern
    • Zerstörung von Gemeinschaften durch Katastrophen
    • Zerstörung durch auswärtige Herrscher und ihre Gefolgsleute
    • mangelnde Kontrolle der Entscheidungspersonen - ihre Entscheidungen werden akzeptiert, behalten ihre Positionen, können sie weitergeben
  • vorhandene Gegenstrategien gegen Ansammlung von Mehrprodukt in den Händen weniger:
    • Anerkennung, wenn dieses verschenkt wird
    • Tabus entstehen, wenn dadurch Naturzerstörung abgewendet wird - Ursachen werden häufig vergessen - sichert aber beschränkte Nutzung von Ressourcen und behindert Ansammlung von Mehrprodukt - verhindert Ausbeutung der Natur nur, wenn es dafür Tabus gibt
    • natürliche Faulheit (Energiesparstrategie) begrenzt Streben nach Besitz

Ergänzungen vom 23.7.2004

  • Wie kann z.B. ein größeres Gebäude errichtet werden?
    • Es muss ein gesellschaftlicher Bedarf dafür bestehen, d.h., es müssen viele wollen.
    • Fachleute, die zu denjenigen gehören, die die Verwirklichung wollen bzw. die nichts gegen die Verwirklichung haben und sich nach dem gesellschaftlichen Bedarf richten, setzen dieses Bedürfnis um.
    • Die Abstimmung der Tätigkeiten erfolgt dabei zwischen denjenigen, deren Arbeiten sich unmittelbar aufeinander beziehen. Dies betrifft z.B. Material- bzw. Werkzeuglieferungen und aufeinanderfolgende Arbeiten. Eine zentrale Planungsstelle ist dafür nicht erforderlich.
    • Zusätzlich erfolgt eine Abstimmung zwischen den Ausführenden und denjenigen, die dies wollen, damit auch das Gewünschte entsteht.
  • Vorteile einer basisdemokratisch getroffenen Entscheidung gegenüber einer geldorientierten Entscheidung:
    • Bei einer geldorientierten Entscheidung kann eine Person allein gegen den Willen des Volkes etwas durchsetzen, sofern sie die nötigen Ressourcen besitzt.
    • Bei einer basisdemokratischen Entscheidung wird dagegen genau das umgesetzt, was das Volk will.
  • Unterschied Konsensprinzip gegenüber dem Kompromiss:
    • Bei einem Konsens wird versucht, einen neuen Weg zu gehen, der alle Interessen berücksichtigt.
    • Bei einem Kompromiss können dagegen diejenigen am meisten durchsetzen, die die meiste Macht haben, selbst wenn es bessere Lösungen gibt.
  • Warum ist nicht unbedingt eine zentrale Leitung erforderlich?
    • Die Gesellschaft ist kompliziert. Eine zentrale Leitung kann kaum alle Aspekte berücksichtigen.
    • Betroffene können besser selbst einschätzen, was sie brauchen.
    • Um die Einzelpersonen nicht zu überfordern, ist dabei eine Zusammenarbeit in Gruppen mit gegenseitiger Unterstützung sinnvoll.
    • Dies gilt insbesondere unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen. Es muss ja der Widerstand wirtschaftlich Mächtiger mit entgegengesetzten Interessen überwunden werden.
    • Dies wurde am Beispiel der Bekämpfung von Rückenleiden diskutiert.
aufgeschrieben von Uwe


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